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REKONSTRUKTION IN DEN JAHREN 2006-2011

Den untröstlichen Zustand der Burg vor dem Anfang ihrer grundsätzlichen Rekonstruktion bezeugen nur noch die Fotografien. Einige von ihnen legen wir Ihnen jetzt vor. Der Beschluss der Stadtleitung unter der Führung des Bürgermeisters Mgr. Ladislav Chlupáč war somit für die Rettung des historischen Objektes absolut grundsätzlich. 

Die Stadt bereitete im Jahr 2006 als Eigentümer des Burgareals ein Projekt vor für die Nutzung als Multifunktionszentrum mit der Orientierung auf die Präsentation der Geschichte und der Gegenwart des tschechischen Weinbaus und die Verstärkung des Touristenverkehrs in der Region. In diesem Zusammenhang wurde hier im Jahr 2007 von PhDr. František Gabriel und Mgr. Ivan Peřina eine neue bau-historische Erkundung durchgeführt, welche die älteren Erkenntnisse von J. Muk um neue Funde im Palast ergänzte und das Nachbargebäude Nr. 68 neu bewertete.

Beim Eintritt ins Objekt muss man sich vergegenwärtigen, dass aus dem ehemaligen gotischen Palast über die Jahrhunderte nur die Außenwände erhalten geblieben sind. Als Haupteingang ist Sinn der ursprünglichen Disposition der südliche Eingang mit dem Portal am Hof beim Platz Tyršovo náměstí. Von den historischen Räumlichkeiten blieben die heute genutzten Keller und das Souterrain mit dem separaten Eingang in die Weinstube von Norden aus der Na Valech Straße erhalten. Die sonstigen Räume sind neu und haben mit der ursprünglichen Disposition nur wenig zu tun. Die Dominante des Innenraums stellt der Konferenzsaal dar, der Rest ist für die Versorgung des Konferenzsaals und die Ausstellungsräume vorgesehen. Ein Bestandteil der Rekonstruktion waren auch die Arbeiten am Objekt Nr. 68 an der westlichen Mauer und die Gestaltung des Hofs.

Bei den Bauarbeiten kam es zu einer Reihe bedeutender archäologischer Funde, die die bisher unbekannten Stellen in der Burggeschichte und der Burggestaltungsform erklärten. So wurden gefunden z. B. das teilweise überlieferte ältere Portal unter dem bestehenden gotischen Portal der Burg, das Treppenhaus mit den unter den Hofplatz führenden Kellern, Relikte von zwei älteren Palästen auf dem Hofplatz, Torso des westlichen Rundturms, die Abfallgruben usw. Einen untrennbaren Bestandteil der Burgrekonstruktion stellten die Restaurierungsarbeiten (z.B. Eingangsportal, Burgkapelle, Verputz des ursprünglichen Mauerwerks) dar. Für den Innenraum der Burg oberhalb des Einbaus im Kellergeschoss aus der barocken und klassizistischen Epoche wurde eine neue Stahlkonstruktion mit einem Stahlbetonaufzugsschacht (Installationsschacht) und den Fußböden entworfen. Der Dachstuhl und das Dach aus dem Ende der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts blieben erhalten und wurden wärmeisoliert. Das ganze Objekt wird mithilfe einer Wärmepumpe beheizt, für deren Betrieb zwei Bohrungen auf der nördlichen und südlichen Seite (vertiefter Brunnen und Hofplatz) gebohrt wurden.

Haupträume:

Burg
Kellergeschoss: Weinkeller (116,5 m2)
Erdgeschoss: Verkostungsraum und Restaurant (74,4 + 204,3 m2)
1. Geschoss: Eingang vom Hofplatz
2. Geschoss: Rezeption, Garderobe, Salon, Sanitäreinrichtungen für Besucher und Personal
3. Geschoss: Saal + Foyer (325 + 189,2 m2)
4. Geschoss: technische Räume
5. Geschoss: Exposition + Laufgang (213,4 + 217,3 m2)
6. Geschoss: technische Räume

Haus Nr. 68
Erdgeschoss: 2x Verkaufsstelle + Verwaltungsräume + Exposition
1. Geschoss: Büros + technische Versorgung der Burg

Rekonstruktion der gotischen Burg Litoměřice 2006-2011

Investor: Stadt Litoměřice (vertreten durch Mgr. Ladislav Chlupáč)
Projektersteller: Ing. arch. Jiří Jarkovský, JJB – Ing. – Praha, s.r.o.
Ersteller des Innenraumprojektes: Ing. arch. Vladimír Římal, MgA. Iva Kolorenčová, 4interiér, s.r.o.
Archäologische Rettungserkundung: Regionales Museum Litoměřice (PhDr. Oldřich Kotyza), ÚAPPSZČ Most (Mgr. Milan Sýkora)
Bauunternehmen: Konstruktiva Konzit a.s.
Restaurierungsarbeiten: Ak. Bildhauer Libor Pisklák, Ak. Bildhauer Jiří Živný
Bauunternehmen für das Interieur: IDP s.r.o.